Langstreckenflüge werden immer komfortabler
Das Fliegen ist nicht nur das Erreichen von Zielen, es ist auch Leidenschaft. Nur leidenschaftlichen Fliegern ist es möglich gewesen, in der Frühzeit der Luftfahrt bahnbrechende Leistungen wie einen Langstreckenflug durchzuführen.
Langstreckenflüge setzten eine Entwicklung der Technik voraus
Man denke nur an Charles Lindberg und seine Atlantiküberquerung. Bis dahin waren Langstreckenflüge nur mit dem Zeppelin möglich. Wie oft in der Geschichte der Menschheit waren die ersten Flugzeuge, die für Langstreckenflüge ausgelegt waren, Militärflugzeuge, die Langstreckenbomber. Mit ihnen wurden todbringende Lasten über weite Strecken transportiert.
Mit den bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg üblichen Propellermaschinen war es nicht möglich, weite Strecken in der Luft zurückzulegen. Erst die Entwicklung der Düsenflugzeuge ermöglichte Flüge von Kontinent zu Kontinent. Die immer größer werdenden Flugzeuge konnten nach und nach immer mehr Passagiere aufnehmen, wodurch sich auch die höheren Kosten bei langen Flügen lohnten. Die heute üblichen Flugzeuge sind für lange Flüge über Kontinente bestens ausgerüstet.
Langstreckenflüge setzen eine entsprechende Infrastruktur voraus
Sowohl am Abflug- als auch am Zielflughafen muss eine entsprechende Infrastruktur zum Betrieb der Langstreckenflugzeuge vorgehalten werden. Die Flugzeuge müssen nach jedem Flug vor Ort durchgesehen werden, eine größere Anzahl Passagiere muss in kürzerer Zeit abgefertigt werden. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat sich eine große Flugplatzindustrie entwickelt. Durch die Möglichkeit, jeden Kontinent anzufliegen, ergibt sich auch die Notwendigkeit, internationale Luftdrehkreuze zu betreiben. Da nicht jedes Flugzeug jeden Zielhafen anfliegen kann, muss der Passagier bei seinem Langstreckenflug in solchen Drehkreuzen umsteigen. Dies wiederum setzt eine große Anzahl an Starts und Landungen an den Luftdrehkreuze Voraus, damit der Passagier stets weiterbefördert werden kann.
Langstreckenflüge erfordern einen gewissen Komfort
Der Reisende auf einem Langstreckenflug, der mitunter einen halben Tag lang in seinen Sitz gepfercht ist, muss während des Fluges vom Bordpersonal umfangreich betreut werden. Ihm wird mindestens eine Mahlzeit gereicht, je nach Länge des Fluges, Getränke verschiedenster Art sind immer zur Verfügung. Muss auch darauf achten, dass es den Passagieren gesundheitlich gut geht. Besonders ist darauf zu achten, dass der Reisende, bedingt durch das lange Sitzen, keine Thrombose in den Beinen entwickelt. Dazu ist es notwendig, dass der Reisende sich auch während des Langstreckenfluges so viel wie möglich bewegt. Um die Langeweile zu mildern, werden bei Langstreckenflügen auch Filme, Magazine und Literatur angeboten.
Langstreckenflüge rufen den Jetlag hervor
Wer sich schnell von einer Zeitzone zu einer anderen bewegt, hat keine Zeit, sich in Ruhe umzustellen, so wie dies früher bei den Reisen über Land oder Schiff möglich war. In kürzester Zeit ist der Reisende nicht nur in einer anderen Welt angekommen, sondern auch in einer anderen Zeitzone. Die innere Uhr des Menschen stellt sich jedoch nicht so schnell um, der Jetlag ist da. Diese gesundheitliche Störung bewirkt, dass der Mensch sich nicht mehr richtig orientieren kann, dass er Hunger hat, weil gerade Essenszeit ist und nicht, weil die Uhr ihm sagt, dass Essenzeit ist. Am meisten wirkt sich das auf das Schlafen aus. Wenn man plötzlich schlafen soll, weil die Uhr dies befiehlt, obwohl man gar nicht müde ist, weil zuhause eigentlich gerade Tag ist, wird man schwerlich einschlafen können.
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Reisen per Flugzeug ist beliebt und unkompliziert
Reisen war schon immer wichtig für die Menschheit. Andere Länder und Völker kennenzulernen, war schon in der Entwicklung der Menschheitsgeschichte eine wesentliche Triebkraft für die Verbreitung der Menschen über die gesamte Erde. Die Zivilisation entwickelte sich meist entlang der Handelsstraßen, man denke an die Seidenstraße. War das Reisen früher mit viel Mühe, Kosten und Gefahren verbunden, so ist es heute für jedermann möglich und erschwinglich.
Flüge ermöglichen weite Reisen
Das Flugzeug ermöglicht es mittlerweile fast jedem Menschen, beinahe alle Punkte der Erde zu bereisen. In allen Ländern der Erde gibt es internationale Flugplätze bzw. diese sind per Bahn zu erreichen. Rund um das Reisen per Flugzeug hat sich eine ganze Touristikindustrie entwickelt. Die einzelnen Unternehmen dieser Touristikindustrie sind gut miteinander vernetzt, arbeiten effektiv zusammen. Große Flugreiseunternehmen sind an den wesentlichsten Standorten der Zielländer mit Filialen vorhanden. So ist es dem Reisenden möglich, eine Flugreise bei einem Unternehmen zu buchen und am Zielort von diesem Unternehmen auch weiter betreut zu werden. Das kann viel Ärger ersparen. Gerade bei Fernreisen ist es wichtig, am Ort einen kompetenten Ansprechpartner vorzufinden.
Reisen per Flugzeug im Reisebüro buchen
Am zweckmäßigsten ist es, eine Flugreise im Reisebüro zu buchen. Dort sitzen Fachleute, die eine mehrjährige kaufmännische Ausbildung durchlaufen haben und somit fachkundig und kompetent den Interessenten beraten können. Sie sind in der Lage, die günstigsten Routen für das Reisen per Flugzeug herauszusuchen, die günstigsten Zeiten und Tarife dafür. Sie können per Intranet nachsehen, ob diese Reisen noch verfügbar sind, können Sie buchen und den gesamten Ablauf für den Reisenden erledigen. Der Vorteil für den Reisenden besteht darin, dass er für seine Reise einen Ansprechpartner hat, der ihm die gesamte Arbeit mit verschiedenen Vertragspartnern abnimmt. Denn eine solche Reise per Flugzeug ist nicht billig und man möchte sichergehen, dass alles auch ordnungsgemäß organisiert ist. Diese Sicherheit hat man nur, wenn man die Flugreise im Reisebüro bucht.
Reisen per Flugzeug individuell buchen
Die Leistung der Mitarbeiter des Reisebüros hat natürlich auch ihren Preis. Wer dort bucht, zahlt mehr, als wenn er sich selbst seine Reise zusammengestellt. Ob direkt bei den Airlines oder im Internet, der Reiselustige kann seine Reise per Flugzeug überall buchen. Er hat dann allerdings unter Umständen, je nach Entfernung des Reiseziels, mit mehreren Auftragnehmern zu tun. Auch leisten diese einzelnen Auftragnehmer nicht, wenn der Reisende Anschlüsse verpasst oder ein Flug ganz ausfällt. Den Anschlussflug, den der Reisende eventuell verpasst, muss er dennoch bezahlen. Das Gleiche kann ihm bei zusätzlich notwendigen Hotelaufenthalten passieren. Dennoch ist sie Selbstbuchung von Reisen per Flugzeug für den Reisenden sehr lukrativ, denn so kann er sich die günstigsten Flüge heraussuchen. Reisen per Flugzeug kann er dann mit einer billig Airlines buchen oder er kann gegebenenfalls Last Minute Angebote nutzen.
Sicherungsschein ist erforderlich
Wird eine Reise per Flugzeug bei einem Reiseveranstalter gebucht, muss dieser einen Sicherungsschein ausstellen. Er garantiert, dass der Reisende im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters dennoch seinen Heimatflughafen wieder erreicht. So wird der Reisende weitgehend geschützt, auch wenn er seine Reise bereits frühzeitig gebucht hat.
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Luftfracht – Der Transport in der Luft
Die Beförderung von Waren im Flugzeug hat eine lange Tradition. Bereits die ersten Flugpioniere mussten in ihren fliegenden Kisten Waren mitnehmen, um mit dem Transport ihr Hobby zu finanzieren. Die Mengen waren natürlich marginal.
Luftfracht als Beiladung
Die erste Luftfracht, die regelmäßig transportiert wurde, waren leider die Bomben im Ersten Weltkrieg, die aus dem Flugzeug heraus geworfen wurden. Mit dem Beginn der zivilen Luftfahrt nach dem Ersten Weltkrieg entstand eine richtige Luftfrachtindustrie.
Als die Flugzeuge größer wurden, mehr Passagiere und Lasten transportieren konnten, musste für die Passagiere auch eine Möglichkeit geschaffen werden, Gepäck zu transportieren. So wurde der Stauraum in den Flugzeugen zum Gepäcktransport benutzt. Ergaben sich hierbei Vakanzen, konnte das Flugzeug zusätzliche Güter mitnehmen. Später wurde der Laderaum der Flugzeuge genau verplant, das Gepäck der Passagiere limitiert, die freie Ladekapazität verkauft. Es entstand die Luftfracht als Industriezweig.
Luftfracht im Krieg
Die immer leistungsfähigeren Flugzeuge konnten nach und nach immer größere Lasten aufnehmen. Es wurden Flugzeuge gebaut, die ausschließlich zum Lasttransport geeignet sind. Wie oft in der Geschichte der Menschheit wurden diese zunächst für den Krieg gebaut. Große Lastensegler waren in der Lage, Kriegsmaterial weit in das Hinterland des Feindes zu transportieren und dabei geräuschlos zu agieren. Man denke in diesem Zusammenhang an die Invasion der Alliierten in Nordfrankreich. Die Armeen versorgten ihre Truppen während des gesamten Zweiten Weltkrieges mit Lastflugzeugen, die Waffen, Munition, Verpflegung usw. enthielten.
Luftfracht als Geschäft
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Technik eine große Anzahl leistungsfähiger Flugzeuge mit großem Ladevolumen hervorgebracht. Die Entwicklung der Flugzeuge spaltete sich nun in Passagierflugzeuge mit Luftfrachtanteil und reine Frachtflugzeuge. Letztere werden weiterhin vorwiegend militärisch genutzt oder bei Einsätzen in Katastrophengebieten. Bei den Passagierflugzeugen wird ein immer größerer Teil des maximal aufzunehmenden Gewichts als Luftfracht verkauft. Dies ist ein sehr lukratives Geschäft für alle Fluggesellschaften, denn für Luftfracht bezahlen die Auftraggeber hohe Preise. So werden Passagiermaschinen, die nicht ausgelastet sind, soweit wie möglich mit Cargofracht beladen.
Luftfracht ist schnell
Wenn ein Versender von Waren drauf angewiesen ist, seine Waren so schnell wie möglich dem Empfänger zukommen zu lassen, verwendet er Luftfracht. So kann seine Ware in kürzester Zeit um den ganzen Erdball gelangen. Auch die Empfänger von Waren liegen oft Wert darauf, dass die Waren per Luftfracht geliefert werden, damit sie just in time vorhanden sind. Ein anderer, wesentlicher Vorteil der Luftfracht ist es, das man mit ihr großvolumige Ladungen und lebende Tiere versenden kann. Ob Pferde zu Reitturnieren oder der Austausch von großen Tieren zwischen den Zoos, die Luftfracht ist hier das Mittel der Wahl.
Luftfracht ist ein eigenes Geschäft innerhalb der Luftfahrtindustrie geworden. Viele größere Fluggesellschaften haben eine eigene Cargoabteilung. Sie plant und organisiert die Logistik, sorgt für die sichere Beladung der Flugzeuge, die Sicherheit von Fracht und Fluggerät. Sie macht die Verträge mit den Versendern der Waren und sorgt in eigener Verantwortung dafür, dass die versendeten Waren auch über mehrere Stationen sicher am Empfänger ankommen. Die Bedeutung der Luftfracht für die einzelnen Fluggesellschaften kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn durch die Luftfracht ist eine regelmäßige Einnahme, unabhängig von den Passagierzahlen, gewährleistet.
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Wie man den Flugschein erwerben kann
Wer ein Auto lenken möchte, benötigt einen Führerschein. Das dauert recht lange und kann eine Menge Geld kosten. Wie muss das erst bei der Lizenz zum Fliegen sein? Ein Auto bewegt sich in zwei Ebenen, ein Flugzeug in drei Dimensionen. Dementsprechend mehr ist zu beachten.
Wofür man den Flugschein benötigt
Um Pilot zu werden, muss der Bewerber auch deutlich höhere gesundheitliche Anforderungen erfüllen als ein potenzieller Autofahrer. Abgesehen einmal von der Zeit, die so eine Pilotenausbildung kostet und ja, den Kosten. Genau wie bei Autos und Lastkraftwagen ist die Lizenz zum Fliegen nach bestimmten Flugklassen gestaffelt. Segelflugzeuge, Leichtflugzeuge, auch Ultraleichtflugzeuge, Passagiermaschinen und letztlich Jumbojets erfordern verständlicherweise unterschiedliche Qualifikationen.
Segelflugschein erwerben
Zum Erwerb des Segelflugscheins gibt es genügend Segelflugschulen, bei denen man bei gesundheitlicher Eignung aufgenommen und in Theorie und Praxis unterrichtet wird. Die Schulbank zu drücken ist dabei genauso wichtig wie die Arbeit am und mit dem Segelflugzeug und die Flugstunden mit dem Fluglehrer. Hat man die Theorie bestanden und der Fluglehrer ist der Meinung, dass man für die praktische Prüfung bereit ist, geht es zum Prüfungsflug. Anschließend winkt der Segelflugschein, man kann seine Praxis, nunmehr im Alleinflug, erweitern.
Flugschein für Ultra Leichtflugzeuge und Leichtflugzeuge erwerben
Die neuen Motorräder der Luft, die Ultra Leichtflugzeuge, und deren Brüder, die Leichtflugzeuge, können nach Erlernen der Theorie und Erwerb praktischer Kenntnisse beinahe auf jedem Sportflugplatz geflogen werden. Selbstverständlich ist auch hier eine Prüfung in Theorie und Praxis erforderlich, jedoch sind die Anforderungen nicht so gravierend. Denn schließlich dürfen diese Flugobjekte nur bestimmte Höhen und Geschwindigkeiten fliegen. Auch die Mitnahme von Passagieren ist sehr eingeschränkt. Bei diesen Fluggeräten wird nur nach Sichtflug geflogen, sodass keine Ausbildung im Instrumentenflug erfolgen muss.
Flugschein für Sportflugzeuge erwerben
Der Name sagt es schon, Sportflugzeuge werden zum Vergnügen geflogen. Erlernen kann man dies auf jedem Sportflugplatz. Die Lizenz zum Fliegen von Sportflugzeugen erfordert eine umfangreichere Theorie- und Praxisausbildung, da diese Flugzeuge weitere und höhere Strecken fliegen. Bei diesen Flugzeugen gehört die Wartung und Instandhaltung der Fluggeräte mit zum Ausbildungsprogramm, denn der Pilot muss in der Lage seien, seiner Maschine stets in Schuss zu halten. Die Anzahl der Ausbildungsstunden in Theorie, Flugpraxis und Instandhaltung ist je nach Flugschule und dem geschulten Flugzeug unterschiedlich.
Flugschein für Business Flugzeuge erwerben
Bis hierher war die Fliegerei noch Hobby. Das Fliegen von Businessflugzeugen jedoch bedarf eines Profis am Steuerknüppel. Dementsprechend muss die Ausbildung gestaltet sein. Immerhin wird bei dieser Ausbildung nicht nur ein Flugschein abgelegt, sondern die Grundlage für einen Beruf. Der angehende Pilot muss erlernen, wie man mit Instrumenten fliegt, welche Strecken und Höhen er verwenden darf, wie man an welchen Flugplatz anzufliegen hat. Er muss Fachenglisch können, um sich mit anderen Piloten und dem Tower verständigen zu können. Diese Ausbildung grenzt schon an die für Berufspiloten.
Flugschein für Jumbojets erwerben
Die großen Fluggesellschaften bieten für ihre kommenden Piloten eine komplette mehrjährige Ausbildung als Berufspilot an. Im Rahmen dieser Ausbildung werden die angehenden Piloten gesundheitlich gecheckt, an ihre Belastungsgrenzen gebracht, mit dem notwendigen Wissen konfrontiert und auf Flugsimulatoren immer und immer wieder geschult. Am Schluss folgt die Praxis unter den Augen erfahrener Piloten, denn immerhin geht es bei ihrer Tätigkeit um viele Menschenleben.
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Über die Geschichte der Luftfahrt
Der Traum der Menschheit war schon seit Urzeiten, sich wie die Vögel in die Lüfte erheben zu können. Schon Ikarus hatte es versucht, mit den bekannten Folgen. Jedoch erst die Schaffung der grundlegenden Erkenntnisse zum Fliegen durch Otto Lilienthal ermöglichte die Entwicklung einer Luftfahrt.
Der Motorflug beginnt
Erste Modelle von Segel- und Motorflugzeugen wurden in Johannisthal bei Berlin gebaut. Von dort gibt es noch Filmaufnahmen, wo die Pioniere der Luftfahrt versuchen, ihre Kisten in die Luft zu bekommen. Zunächst waren es vorwiegend Segelflugzeuge, die den Weg in den Himmel geschafften.
Ein aus eigener Kraft fliegendes Fluggerät, ein Motorflugzeug, war lange Zeit der Traum vieler Erfinder. Das Problem war jedoch der leider viel zu schwere Motor samt Treibstoff, der die ansonsten flugfähigen Modelle nicht in die Luft steigen ließ. Die vom Automobilbau entlehnte Motortechnik wurde im Laufe der technischen Entwicklung immer leistungsfähiger und leichter. So konnten bald mit Stoff bespannte, aus Sperrholzrippen bestehende, aber mit einem Motor selbst fliegende Flugzeuge starten. Die ersten Anwendungen dieser Art waren, wie oft in der Geschichte der Menschheit, kriegerisch. So flogen motorbetriebene Flugzeuge in Leichtbauweise während des Ersten Weltkrieges über die Frontlinie, um den Gegner auszukundschaften.
Beginn der zivilen Luftfahrt
In Deutschland wurde nach dem Ersten Weltkrieg durch den Versailler Vertrag der Bau von Flugzeugen verboten. So begann hier die Entwicklung der Zeppeline und mit ihr die zivile Luftfahrt in Deutschland. In anderen Ländern konnte sich die zivile Luftfahrt ungehindert entwickeln, man denke hier an die Firma Fokker. Es wurden in den größeren Städten Flugplätze angelegt, Flugzeuge wurden in größeren Stückzahlen gefertigt, Menschen reisten zu geschäftlichen Zwecken und zum Vergnügen mit dem Flugzeug. Wagemutige Flugpioniere flogen immer größere Entfernungen, man denke hier an Charles Lindberg mit seiner Atlantiküberquerung. Ein großer Teil der zivilen Luftfahrt wurde mit Zeppelinen abgewickelt. Besonders interessant und geschäftlich einträglich war die Zeppelinluftfahrt über den Atlantik. Bis zum Absturz des Luftschiffes Hindenburg in den USA. Aus der Traum, den Zeppelin als weltweit akzeptiertes Transportmittel der Luft zu verwenden.
Technische Entwicklung durch Kampfflugzeuge
Im Zweiten Weltkrieg nahm die die technische Entwicklung der Fluggeräte rasant an Fahrt auf. Bessere Motoren, leichtere Materialien, besser ausgebildete Piloten, neues Flugbenzin – all dies führte zu schnelleren Flugzeugen mit längerer Reichweite. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland beginnend die Strahlflugzeuge entwickelt. Der Antrieb erfolgte bei ihnen nicht mehr durch einen rotierenden Propeller, sondern durch das Ausströmen des erhitzten Gases nach hinten. Diese Entwicklung wurde nach dem Krieg in allen Ländern fortgeführt und führte zu den heute üblichen Düsenflugzeugen.
Mehr Passagiere, mehr Komfort
Die Luftfahrt entwickelte sich in großem Tempo, denn die Nachfrage war groß. Es wurden immer größere Flugzeuge gebaut, mit mehr Komfort, mit Bordpersonal, mit mehr Sitzplätzen für Passagiere. Es entwickelte sich ein Technologie- und Konkurrenzkampf zwischen den größten Flugzeugbauern in den USA und in Europa. Die Luftfahrt heute ist ein weltweites Massengeschäft und hat eine eigene Touristikindustrie befördert. Der Flug in die Ferien ist heutzutage selbstverständlich und unkompliziert geworden. Der Komfort für die Passagiere, gerade beim Langstreckenflug, wird immer besser.
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