Wie man den Flugschein erwerben kann
Wer ein Auto lenken möchte, benötigt einen Führerschein. Das dauert recht lange und kann eine Menge Geld kosten. Wie muss das erst bei der Lizenz zum Fliegen sein? Ein Auto bewegt sich in zwei Ebenen, ein Flugzeug in drei Dimensionen. Dementsprechend mehr ist zu beachten.
Wofür man den Flugschein benötigt
Um Pilot zu werden, muss der Bewerber auch deutlich höhere gesundheitliche Anforderungen erfüllen als ein potenzieller Autofahrer. Abgesehen einmal von der Zeit, die so eine Pilotenausbildung kostet und ja, den Kosten. Genau wie bei Autos und Lastkraftwagen ist die Lizenz zum Fliegen nach bestimmten Flugklassen gestaffelt. Segelflugzeuge, Leichtflugzeuge, auch Ultraleichtflugzeuge, Passagiermaschinen und letztlich Jumbojets erfordern verständlicherweise unterschiedliche Qualifikationen.
Segelflugschein erwerben
Zum Erwerb des Segelflugscheins gibt es genügend Segelflugschulen, bei denen man bei gesundheitlicher Eignung aufgenommen und in Theorie und Praxis unterrichtet wird. Die Schulbank zu drücken ist dabei genauso wichtig wie die Arbeit am und mit dem Segelflugzeug und die Flugstunden mit dem Fluglehrer. Hat man die Theorie bestanden und der Fluglehrer ist der Meinung, dass man für die praktische Prüfung bereit ist, geht es zum Prüfungsflug. Anschließend winkt der Segelflugschein, man kann seine Praxis, nunmehr im Alleinflug, erweitern.
Flugschein für Ultra Leichtflugzeuge und Leichtflugzeuge erwerben
Die neuen Motorräder der Luft, die Ultra Leichtflugzeuge, und deren Brüder, die Leichtflugzeuge, können nach Erlernen der Theorie und Erwerb praktischer Kenntnisse beinahe auf jedem Sportflugplatz geflogen werden. Selbstverständlich ist auch hier eine Prüfung in Theorie und Praxis erforderlich, jedoch sind die Anforderungen nicht so gravierend. Denn schließlich dürfen diese Flugobjekte nur bestimmte Höhen und Geschwindigkeiten fliegen. Auch die Mitnahme von Passagieren ist sehr eingeschränkt. Bei diesen Fluggeräten wird nur nach Sichtflug geflogen, sodass keine Ausbildung im Instrumentenflug erfolgen muss.
Flugschein für Sportflugzeuge erwerben
Der Name sagt es schon, Sportflugzeuge werden zum Vergnügen geflogen. Erlernen kann man dies auf jedem Sportflugplatz. Die Lizenz zum Fliegen von Sportflugzeugen erfordert eine umfangreichere Theorie- und Praxisausbildung, da diese Flugzeuge weitere und höhere Strecken fliegen. Bei diesen Flugzeugen gehört die Wartung und Instandhaltung der Fluggeräte mit zum Ausbildungsprogramm, denn der Pilot muss in der Lage seien, seiner Maschine stets in Schuss zu halten. Die Anzahl der Ausbildungsstunden in Theorie, Flugpraxis und Instandhaltung ist je nach Flugschule und dem geschulten Flugzeug unterschiedlich.
Flugschein für Business Flugzeuge erwerben
Bis hierher war die Fliegerei noch Hobby. Das Fliegen von Businessflugzeugen jedoch bedarf eines Profis am Steuerknüppel. Dementsprechend muss die Ausbildung gestaltet sein. Immerhin wird bei dieser Ausbildung nicht nur ein Flugschein abgelegt, sondern die Grundlage für einen Beruf. Der angehende Pilot muss erlernen, wie man mit Instrumenten fliegt, welche Strecken und Höhen er verwenden darf, wie man an welchen Flugplatz anzufliegen hat. Er muss Fachenglisch können, um sich mit anderen Piloten und dem Tower verständigen zu können. Diese Ausbildung grenzt schon an die für Berufspiloten.
Flugschein für Jumbojets erwerben
Die großen Fluggesellschaften bieten für ihre kommenden Piloten eine komplette mehrjährige Ausbildung als Berufspilot an. Im Rahmen dieser Ausbildung werden die angehenden Piloten gesundheitlich gecheckt, an ihre Belastungsgrenzen gebracht, mit dem notwendigen Wissen konfrontiert und auf Flugsimulatoren immer und immer wieder geschult. Am Schluss folgt die Praxis unter den Augen erfahrener Piloten, denn immerhin geht es bei ihrer Tätigkeit um viele Menschenleben.
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Die Luftfahrt im Wandel
Die Luftfahrt hat eine Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Abgesehen einmal von Ikarus, der es schon weit früher versucht hat. Und wenn man von der Luftfahrt spricht, meint man nicht den Ballonflug.
Die Anfänge der Luftfahrt
Deutschland hatte, wie bei vielen technischen Innovationen, so auch bei der Luftfahrt in der Entwicklung die Nase vorn. Der erste Flugplatz der Welt entstand in Johannisthal bei Berlin, der erste kommerzielle Flugplatz war Berlin Tempelhof. In Johannisthal entstanden die ersten flugfähigen Modelle von Segel- und Motorflugzeugen. Der deutsche Pionier der Luftfahrt, Otto Lilienthal, führte seine Flugversuche in der Uckermark durch.
Die Luftfahrt vor dem Zweiten Weltkrieg
In den Anfangszeiten der Luftfahrt war der heute weltweite Boom der Luftfahrt nicht abzusehen. Wie viele technische Entwicklungen wurde auch die Luftfahrt zunächst vorwiegend für kriegerische Zwecke verwendet. Im Ersten Weltkrieg flogen Flugzeuge vor allem, um Feindbeobachtungen effektiv durchführen zu können. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutschland mit dem Versailler Vertrag der Bau von Flugzeugen untersagt. So konnte die zivile Luftfahrt nur sehr langsam in Deutschland aufgebaut werden, während sie international bereits die ersten Höhepunkte hatte. Notgedrungen entstand in Deutschland die Entwicklung und Produktion der Zeppeline, die zunächst großen Erfolg hatten. Zeppeline flogen in aller Welt und transportierten die, die es sich leisten konnten, überall hin.
Die Luftfahrt im Zweiten Weltkrieg in Deutschland
Die zivile Luftfahrt in Deutschland beschränkte sich vor und während des Zweiten Weltkrieges zunächst auf die Zeppeline. Leider mussten diese jedoch mit Wasserstoff betankt werden, einem sehr explosiven und brennbaren Gas. Bedingt war dies durch das Embargo der USA für den Export von Helium nach Deutschland. Die Explosion das Luftschiffs Hindenburg in den USA war das Ende der deutschen Zeppelinträume. Die deutsche Industrie hat kurz vor und während des Zweiten Weltkrieges auch zivile Flugmaschinen gebaut. Man denke nur an die Firma Junkers in Dresden. Letztlich wurden alle diese Flugzeuge, auch international, militärisch eingesetzt.
Entwicklung von Strahlflugzeugen
Bereits gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland Düsenflugzeuge entwickelt, die jedoch nicht zum Einsatz kamen. Diese technische Entwicklung wurde nach dem Krieg in den USA fortgesetzt und die ersten Strahlflugzeuge entstanden. Fortan wurde die zivile Luftfahrt sowohl mit Propeller- als auch mit Düsenflugzeugen durchgeführt. Den Düsenflugzeugen gehörte wegen ihrer größeren Reichweite die Zukunft des Luftverkehrs. Mit der Größe der Flugzeuge, der höheren Passagierzahl und der größeren Reichweite stieg auch der Komfort in den Flugzeugen. Die Flugzeuge wurden besser ausgestattet, Bordpersonal bediente die Fluggäste, Business- und Economyklasse wurden eingeführt.
Heute ist Fliegen wie Bahnfahren, nur schneller
Die Luftfahrt wird heute von ganz normalen Menschen ganz alltäglich benutzt. Das Flugzeug wird im Prinzip wie die Bahn benutzt, nur gelangt man schneller ans Ziel und das Ziel kann weiter Weg sein. So hat sich rund um die Luftfahrt eine ganze Touristikindustrie entwickelt. Auch der Geschäftsmann nutzt das Flugzeug, um ohne Zeitverlust zu seinen Geschäftsterminen reisen zu können. Statistisch gesehen ist das Reisen mit dem Flugzeug übrigens die sicherste Art zu verreisen. Die für die zivile Luftfahrt entwickelten Flugzeuge werden immer größer und komfortabler, können immer mehr Passagiere transportieren. So wird die Luftfahrt auch in Zukunft ein Massentransportmittel sein.
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