Die Luftfahrt im Wandel
Die Luftfahrt hat eine Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Abgesehen einmal von Ikarus, der es schon weit früher versucht hat. Und wenn man von der Luftfahrt spricht, meint man nicht den Ballonflug.
Die Anfänge der Luftfahrt
Deutschland hatte, wie bei vielen technischen Innovationen, so auch bei der Luftfahrt in der Entwicklung die Nase vorn. Der erste Flugplatz der Welt entstand in Johannisthal bei Berlin, der erste kommerzielle Flugplatz war Berlin Tempelhof. In Johannisthal entstanden die ersten flugfähigen Modelle von Segel- und Motorflugzeugen. Der deutsche Pionier der Luftfahrt, Otto Lilienthal, führte seine Flugversuche in der Uckermark durch.
Die Luftfahrt vor dem Zweiten Weltkrieg
In den Anfangszeiten der Luftfahrt war der heute weltweite Boom der Luftfahrt nicht abzusehen. Wie viele technische Entwicklungen wurde auch die Luftfahrt zunächst vorwiegend für kriegerische Zwecke verwendet. Im Ersten Weltkrieg flogen Flugzeuge vor allem, um Feindbeobachtungen effektiv durchführen zu können. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutschland mit dem Versailler Vertrag der Bau von Flugzeugen untersagt. So konnte die zivile Luftfahrt nur sehr langsam in Deutschland aufgebaut werden, während sie international bereits die ersten Höhepunkte hatte. Notgedrungen entstand in Deutschland die Entwicklung und Produktion der Zeppeline, die zunächst großen Erfolg hatten. Zeppeline flogen in aller Welt und transportierten die, die es sich leisten konnten, überall hin.
Die Luftfahrt im Zweiten Weltkrieg in Deutschland
Die zivile Luftfahrt in Deutschland beschränkte sich vor und während des Zweiten Weltkrieges zunächst auf die Zeppeline. Leider mussten diese jedoch mit Wasserstoff betankt werden, einem sehr explosiven und brennbaren Gas. Bedingt war dies durch das Embargo der USA für den Export von Helium nach Deutschland. Die Explosion das Luftschiffs Hindenburg in den USA war das Ende der deutschen Zeppelinträume. Die deutsche Industrie hat kurz vor und während des Zweiten Weltkrieges auch zivile Flugmaschinen gebaut. Man denke nur an die Firma Junkers in Dresden. Letztlich wurden alle diese Flugzeuge, auch international, militärisch eingesetzt.
Entwicklung von Strahlflugzeugen
Bereits gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland Düsenflugzeuge entwickelt, die jedoch nicht zum Einsatz kamen. Diese technische Entwicklung wurde nach dem Krieg in den USA fortgesetzt und die ersten Strahlflugzeuge entstanden. Fortan wurde die zivile Luftfahrt sowohl mit Propeller- als auch mit Düsenflugzeugen durchgeführt. Den Düsenflugzeugen gehörte wegen ihrer größeren Reichweite die Zukunft des Luftverkehrs. Mit der Größe der Flugzeuge, der höheren Passagierzahl und der größeren Reichweite stieg auch der Komfort in den Flugzeugen. Die Flugzeuge wurden besser ausgestattet, Bordpersonal bediente die Fluggäste, Business- und Economyklasse wurden eingeführt.
Heute ist Fliegen wie Bahnfahren, nur schneller
Die Luftfahrt wird heute von ganz normalen Menschen ganz alltäglich benutzt. Das Flugzeug wird im Prinzip wie die Bahn benutzt, nur gelangt man schneller ans Ziel und das Ziel kann weiter Weg sein. So hat sich rund um die Luftfahrt eine ganze Touristikindustrie entwickelt. Auch der Geschäftsmann nutzt das Flugzeug, um ohne Zeitverlust zu seinen Geschäftsterminen reisen zu können. Statistisch gesehen ist das Reisen mit dem Flugzeug übrigens die sicherste Art zu verreisen. Die für die zivile Luftfahrt entwickelten Flugzeuge werden immer größer und komfortabler, können immer mehr Passagiere transportieren. So wird die Luftfahrt auch in Zukunft ein Massentransportmittel sein.
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